Februar 2016

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

am 1. Mai 2016 werden der Zollkodex (ZK) und die Zollkodex-Durchführungsverordnung (ZK-DVO) durch den Unionszollkodex (UZK) und die hierzu veröffentlichten Umsetzungsbestimmungen im UZK-Durchführungsrechtsakt (UZK-IA, VO 2015/2447) und UZK-Delegierten Rechtsakt (UZK-DA, VO 2015/2446) abgelöst. Das bisher geltende Zollrecht aus den Jahren 1992 und 1993 erfährt damit eine grundlegende Modernisierung. Für die Wirtschaft ergeben sich hieraus viele Chancen, in einigen Punkten aber auch Herausforderungen. Der Übergang zum neuen Zollrecht am 1. Mai 2016 wird dabei erst der Anfang eines längeren Umstellungsprozesses sein, der sich mit der schrittweisen Einführung der IT-Systeme bis mindestens 2020 hinziehen wird. Mit der vorliegenden Ausgabe der TradeNews möchten wir Sie bereits heute „fit“ für den UZK machen und Ihnen einige praxisrelevante Neuerungen durch den UZK vorstellen.

In verschiedenen Seminaren bei der Hamburger Zollakademie und weiteren Anbietern, bei denen wir ebenfalls aktiv sind, können Sie mehr über den UZK und die damit verbundenen Chancen und Risiken erfahren. Auch zu anderen Themen wie der Exportkontrolle und EU-Sanktionen tragen wir regelmäßig vor. Mehr dazu unter den Veranstaltungshinweisen.

Wir freuen uns auf ein weiteres gutes und erfolgreiches Jahr der Zusammenarbeit mit Ihnen!

Dr. Klaus LandryDr. Lothar HaringsMarian NiestedtDr. Gerd SchwendingerAxel KrauseDr. Hartmut HenningerDr. Katja Göcke

Zoll und Außenhandel

In eigener Sache

Die besonderen Zollverfahren unter dem UZK
Ein erklärtes Ziel des UZK war es, die Zollverfahren betreffend Zolllager, Freizonen, Endverwendung, aktive und passive Veredelung zu vereinfachen und zu rationalisieren, um die Inanspruchnahme solcher besonderer Verfahren für die Wirtschaftsbeteiligten attraktiver zu machen. mehr
Die Neugestaltung des AEO durch den UZK
Im Rahmen der Ausarbeitung des Unionszollkodexes (UZK) und der begleitenden Rechtsakte wurden diverse Maßnahmen beschlossen, die AEOC-Bewilligungsinhaber künftig deutlich mehr begünstigen sollen als bisher. mehr
Verbindliche Zolltarifauskünfte künftig auch für Inhaber verbindlich
Erhebliche Auswirkungen dürften die Neuregelungen zu den verbindlichen Zolltarifauskünften (vZTA) haben. Zolltarifauskünfte sind für Unternehmen ein wichtiges Instrument, um Rechtssicherheit über die Tarifierung und die daraus folgende Einfuhrabgabenbelastung zu erlangen. Für die Geltungsdauer der vZTA sind die Zollbehörden an die darin vorgenommene Eintarifierung gebunden. Das neue Zollrecht bringt nun einige weitreichende Änderungen dieses Instruments mit sich. mehr
Änderungen im Zollwertrecht
Die Anwendung des Unionszollkodex (UZK) zum 1. Mai 2016 bringt zwei wesentliche Änderungen im Zollwertrecht mit sich. Zur Angleichung des EU-Rechts an internationale Vorgaben hat der Unionsgesetzgeber die Möglichkeit zur Anmeldung von Vorerwerberpreisen nicht in den UZK übernommen. Eine weitere Verschärfung betrifft die zollwertrechtliche Behandlung von Lizenzgebühren. Diese sind zukünftig immer schon dann dem Zollwert hinzuzurechnen, wenn der Käufer die Waren nicht erwerben kann, ohne eine Lizenzgebühr an den Lizenzgeber zu entrichten. mehr
Spitzenposition bestätigt
Zum Abschluss möchten wir noch einige erfreuliche Nachrichten in eigener Sache mit Ihnen teilen. mehr
Veranstaltungshinweise
Hier finden Sie Termine für Seminare zum Unionszollkodex, zum Zollrecht allgemein und ein Seminar zum Exportkontrollrecht. mehr

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