Darf ein Unternehmen trotz Suspendierung der Pflicht zur Insolvenzantragstellung weiter Zahlungen leisten?

Nach § 64 S. 1, 3 GmbHG bzw. §§ 92 Abs. 2, 93 Abs. 3 Nr. 6 AktG sind Zahlungen nach Eintritt der Insolvenzreife oder solche, die zur Zahlungsunfähigkeit führen müssen, verboten und mit einer strengen zivilrechtlichen Haftung des Geschäftsführers / Vorstandsmitglieds verbunden. 
Das BMJV hat sich zur Frage, wie sich die Suspendierung der insolvenzrechtlichen Antragspflicht zu den zivilrechtlichen Haftungsrisiken verhält, in seiner Pressemitteilung noch nicht verhalten. Wir müssen abwarten, ob hier Klarstellungen getroffen werden. Sollte sich ein Unternehmen bereits gegenwärtig im Zeitpunkt der Insolvenzreife befinden, sollte es aus Vorsichtsgründen jedenfalls sicherstellen, dass keine Zahlungen mehr geleistet werden.

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