Vor- und Nachteile einer Einstufung als „systemrelevant“

In Krisenzeiten stellt eine Einstufung als „systemrelevantes Unternehmen“ einen wesentlichen Vorteil dar.
Unternehmen der Kritischen Infrastruktur genießen in Krisenfällen einen besonderen Schutz, durch den die Aufrechterhaltung der Tätigkeit gewährleistet werden soll.

Während wirtschaftliche Tätigkeiten zur Infektionsprävention in weiten Bereichen eingeschränkt werden, müssen Unternehmen der Kritischen Infrastruktur befähigt werden, ihre Aufgaben weiter wahrnehmen zu können. Es besteht insofern ein besonderer Schutz klassifizierter Unternehmen bei behördlichen Maßnahmen.

So findet etwa bei behördlichen Maßnahmen eine deutlich intensivere Risikoabwägung zugunsten der Unternehmen der Kritischen Infrastruktur statt.

Für Arbeitnehmer „systemrelevanter Unternehmen“ bestehen etwa höhere Anforderungen an die Voraussetzungen unter denen Arbeitnehmer präventiv in häusliche Absonderung geschickt werden müssen. Auch besteht in vielen Fällen die Möglichkeit der Sonderunterbringung der Kinder der Arbeitnehmer in Gemeinschaftseinrichtungen.
 
Nicht außer Acht gelassen werden sollte jedoch, dass Unternehmen der kritischen Infrastruktur verschiedene Betreiberpflichten treffen, durch die die Funktionsfähigkeit in Krisenfällen gesichert werden soll. So sind Betreiber Kritischer Infrastrukturen gemäß § 8 a Abs. 1 unter anderem verpflichtet,
 
angemessene organisatorische und technische Vorkehrungen zur Vermeidung von Störungen der Verfügbarkeit, Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit ihrer informationstechnischen Systeme, Komponenten oder Prozesse zu treffen, die für die Funktionsfähigkeit der von ihnen betriebenen Kritischen Infrastrukturen maßgeblich sind.
 
Gemäß Abs. 2 können branchenspezifische Sicherheitsstandards zur Gewährleistung der Anforderung nach Abs. 1 vorgeschlagen werden.

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