Olympische Spiele in Hamburg? Erfolgreiche Diskussionsveranstaltung der Freien und Hansestadt Hamburg und GvW Graf von Westphalen

Olympische Spiele in Hamburg – Chance auf nachhaltige Stadtentwicklung oder Kostenfalle? Unter diesem Motto haben gestern in der Alten Post hochkarätige Referenten und Gäste aus Politik und Wirtschaft über eine Olympiabewerbung der Freien und Hansestadt Hamburg diskutiert.

GvW Graf von Westphalen hatte dazu eingeladen, gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg und Experten im Bereich Großprojekte die Chancen einer Bewerbung, aber auch die Beherrschbarkeit der Risiken zu erörtern.

Nach einer Begrüßung durch GvW-Partner Dr. Werner Schnappauf leitete Dr. Christoph Krupp, Chef der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg, in seinem Impulsstatement die Diskussionsrunde ein, die von GvW-Partner und Experte für Infrastrukturprojekte Dr. Dietrich Drömann moderiert wurde.

Klaus Grewe,  Jacobs Project Management PMCM,  konnte als Senior Integration (Coordination) Manager London Olympic Games 2012 seine Erfahrungen im Bau von rund 100 Olympiabauwerken in die Diskussion mit einbringen. Internationale Expertise bei Großprojekten hat auch Christine Wolff, Unternehmensberaterin und ehem. Senior Vice President der URS Corporation, vorzuweisen. Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V., vertrat die Erfahrung und Expertise der Deutschen Bauwirtschaft.

Fazit der sehr facettenreichen Diskussion war, dass sich die Verantwortlichen von Großprojekten „ehrlich machen“ sollten, und zwar sowohl was die Kosten und Zeiten der geplanten Realisierung anbetrifft als auch die mit der Projektdurchführung verbundenen Kostenerhöhungs- und sonstigen Risiken. Diesbezüglich hätten die Erfahrungen mit Großprojekten in der Vergangenheit zu erheblichen Fortschritten in der Projektmanagementkompetenz aller Beteiligten geführt. Diskutiert wurde diese These unter anderem am Beispiel der heute verfügbaren Instrumente zur frühzeitigen Risikoevaluierung und zur Optimierung und ggf. Verschränkung von Planung und Bau für komplexe Vorhaben. Neben weiteren Aspekten wurde dabei auch die Notwendigkeit der frühzeitigen und gezielten Einbindung von bestimmten Interessengruppen im Rahmen eines „Stakeholder-Management“ als kritischer Erfolgsfaktor für das Management von Kosten und Zeiten diskutiert.

Die Besucher der Veranstaltung konnten am Ende den Eindruck mit nach Hause nehmen, dass die administrative Kompetenz zur Planung und Durchführung von Großprojekten wie Olympischen und Paralympischen Spielen durchaus vorhanden sein dürfte, dass gerade aber auch die Planung, die Durchführung und die Finanzierung der Sommerspiele 2024 oder 2028 Herausforderungen bereithalten dürften, welche „normale“ Großprojekte in dieser Form nicht aufweisen.

Kontakt

Dr. Tim Nesemann
Rechtsanwalt
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