Der Huckepackverkehr ist die Beförderung von Straßenfahrzeugen oder Aufliegern auf speziell dafür vorgesehenen Güterwagen der Eisenbahn. Der Huckepackverkehr ist eine Form des kombinierten Verkehrs und wird als Rollende Landstraße (RoLa) in Österreich oder als Rollende Autobahn (RA) durch die Schweiz betrieben. Vereinzelt werden Güter von dem fahrenden Zügen entwendet. Da es sich zumeist um eine grenzüberschreitende Beförderung handelt, finden die Regelungen der CIM Anwendung.

In Deutschland zieht sich seit mehreren Jahren hin die Streitigkeit darüber, ob die insbesondere ab 2005 von der Servicetochter der Deutschen Bahn eingesetzten Entgelte für die Nutzung insbesondere von Bahnhöfen überzogen sind.

Wann immer Silofahrzeuge entladen werden, sind dies ja nicht einzelne Gegenstände, die aus einem Fahrzeug gehoben und dann auf einer Rampe oder eben den Boden gestellt werden, womit die Ablieferung abgeschlossen ist.

Das Landgericht Bonn hat in einer Entscheidung aus dem Jahr 2018, die erst jetzt veröffentlicht wurde, die umstrittene Feststellung getroffen, dass auch der Leasinggeber eines Lkw, der auf einem Bahn Transport zu Schaden gekommen ist, berechtigt ist, Schadensersatzansprüche gegen den Beförderer nach Art. 23 § 1 CIM geltend zu machen.

Insbesondere große Industriekomplexe verfügen heute zunehmend über Gleisanschlüsse, um Lieferverkehre auch über die Bahn abwickeln zu können.