Digitalisierung spielt auch in der Logistik eine immer größere Rolle. Sowohl auf Seiten von Industrie und Handel als auch auf Seiten der Dienstleister werden immer mehr digitale Werkzeuge eingesetzt, um Transparenz und Effizienz zu erhöhen.

Das allgemeine deutsche Handelsrecht von ca. 1870 betrachtete das Frachtrecht unter der rein physischen Verpflichtung, ein Gut von A nach B zu befördern. Dies ist auch heute noch die Grundaussage des Gesetzes, das allenfalls in bestimmten Formen der Dokumentation nun auch die Textform akzeptiert, also nicht mehr  nur das Papier als Dokument.

Der Begriff des Control Tower geistert zunehmend durch die Transportlandschaft. Schon alleine die Begriffsdefinition zeigt dann aber, wie heterogen die Überlegungen sind, die mit diesem Begriff verbunden werden. In dem podcast SCIT wurde kürzlich zwischen einem Vertreter der Volkswagen Logistik und des Dienstleisters Trans-o-flex darüber diskutiert und hier kamen die unterschiedlichen Auffassungen und Zweckrichtungen deutlich zum Ausdruck:

Die Überschrift Neue Tools ist vielleicht etwas irreführend, denn so neu sind die Applikationen nicht, die insbesondere im Straßenverkehr Ankunftszeiten prognostizieren helfen.

Die Technik macht selbstverständlich auch nicht vor der logistischen Abwicklung halt. Der Frachtbrief des 19. Jahrhunderts mit der Dokumentation einer Übernahme wird zunehmend durch eine Scannung eines Barcodes ersetzt und auch die Ankunftszeiten selbst eines Lkw werden inzwischen durch IT Anwendungen nicht nur geplant sondern real ermittelt und danach Abholungen und Anlieferungen zeitlich determiniert. Tatsächlich aber ist insbesondere das deutsche HGB immer noch auf dem Stand - von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen - des Frachtbriefes, also des schriftlichen Dokumentes: Beide Parteien...