Grunderwerbsteuerreform verschoben

Die Neuregelung des Grunderwerbsteuergesetzes, mit der als missbräuchlich empfundenen sog. Share Deals bei Immobilientransaktionen entgegen getreten werden sollte, wird nun nicht wie geplant zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Dies gab die Regierungskoalition mit Pressemitteilung vom 24. Oktober 2019 bekannt und kündigte den Abschluss der Reform voraussichtlich für die erste Jahreshälfte 2020 an.

Ursprünglich war eine Neuregelung mit Wirkung zum 1. Januar 2020 vorgesehen. Hierzu hatte die Bundesregierung am 31. Juli 2019 den Gesetzentwurf zur Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes vorgelegt.

Die Verschiebung und Überarbeitung der Grunderwerbsteuerreform sind grundsätzlich zu begrüßen, da der Gesetzesentwurf einigen Anlass zur Kritik gab. Andererseits stellt sich nach wie vor die Frage, welche Regelungen die Gesetzesänderung konkret treffen wird und ob sie bereits Rechtsvorgänge ab dem 1. Januar 2020 erfassen soll.

Lars-Olaf Leskovar, LL.M., Rechtsanwalt
Frankfurt a. M.

Lars-Olaf Leskovar, LL.M.

Lars-Olaf Leskovar, LL.M.

ist Rechtsanwalt und Senior Associate bei GvW Graf von Westphalen in Frankfurt am Main und berät in Fragen des nationalen und internationalen Steuerrechts, insbesondere bei der steuerlichen Strukturierung, Umstrukturierungen sowie bei M&A- und Immobilien-Transaktionen. Darüber hinaus berät er Familien und Familienunternehmen bei ertrag- und erbschaftsteuerlichen Fragen und der Strukturierung der steuerlichen Nachfolgeplanung.


November 2019


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