Umsatzsteuer

Umsatzsteuer und EUSt im internationalen Warenverkehr

Im Wirtschaftsverkehr mit Drittländern und anderen Mitgliedstaaten der EU ist die Einhaltung der besonderen, nur für diese Vorgänge geltenden Vorschriften des Umsatzsteuerrechts unabdingbar. Fehler bei der Ab-wicklung der Umsatzsteuer können zur Versagung des Vorsteuerabzugs oder zur Nachbelastung mit der Umsatzsteuer bei steuerfrei abgewickelten Ausfuhrlieferungen oder innergemeinschaftlichen Lieferungen führen. Im Gegenzug bietet das Zoll- und Umsatzsteuerrecht den Wirtschaftsteilnehmern zahlreiche Möglichkeiten zur effizienten Gestaltung von Wertschöpfungs- und Vertriebsketten, die von vielen Unternehmen nicht ausreichend genutzt werden. Unser Team arbeitet an den Schnittstellen des Zoll- und Umsatzsteuerrechts und hilft unseren Mandanten, Risiken zu minimieren und Optimierungspotentiale auszuschöpfen.

Zu den Schwerpunkten unserer Tätigkeit gehören

  • Ordnungsgemäße Abwicklung von innergemeinschaftlichen Lieferungen, insbesondere Registrierungs- und Meldepflichten, Nachweise und Vertrauensschutz sowie das Verfahren 4200
  • EUSt-Entstehung, Steuerschuldnerschaft und Vorsteuerabzug bei unregelmäßiger Zollschuldentstehung
  • Ausfuhrgeschäfte, insbesondere die Bestimmung des Ausführers und Nachweise für die Steuerfreiheit
  • Besteuerung von Speditions- und anderen Logistikdienstleistungen im Zusammenhang mit Ein- und Ausfuhren, einschließlich korrekter Rechnungsstellung und Nachweisführung
  • Bewertung besonderer Gestaltungen: Dreiecks- und Reihengeschäfte, einschließlich Finetrading, Konsignationslager u.a.

Fokusbereiche

Zu unseren Mandanten zählen Unternehmen, die aufgrund grenzüber-schreitender Liefer- und Produktionsketten Zollverfahren mit wirtschaft-licher Bedeutung nutzen, Unternehmen mit komplexen Vertriebsstruktu-ren zur Versorgung der EU-Märkte mit drittländischen Waren, sowie Spediteure, Lagerhalter und andere Logistikdienstleister, die aufgrund ihrer Tätigkeit besonderen zoll- und umsatzsteuerrechtlichen Risiken ausgesetzt sind. Da unser Team sowohl im Zoll- als auch im Umsatzsteu-errecht über jahrelange Erfahrungen verfügt, können wir komplexe Lösungen für diese Schnittstellenproblematik aus einer Hand anbieten.

EU-Mehrwertsteuerreform 2020

Nach Planungen der EU soll bis 2022 ein endgültiges Mehrwertsteuersystem für die Besteuerung des Handels zwischen den Mitgliedstaaten geschaffen werden, das u.a. zum Wegfall der steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferungen führen soll. Bereits zum 1.1.2020 werden sog. „Quick Fixes“ in Kraft treten, die das System robuster gegen Betrug machen sollen. Dafür werden die Nachweispflichten bei innergemeinschaftlichen Lieferungen erstmals vereinheitlicht und weiter verschärft. Zudem stellt die EU erstmals Regeln für die Bewertung von innergemeinschaftlichen Reihengeschäften und Konsignationslagern auf. Mit diesen Entwicklungen müssen sich Unternehmen rechtzeitig auseinandersetzen, denn die erforderlichen Anpassungen der Prozesse werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Auch bei diesen Fragen kann unser Team Unterstützung leisten.