Kartellrecht am Bau

Die Absprache bei Angeboten für Bauleistungen ist – leider – auch in Zeiten einer hohen Auslastung der Bauwirtschaft keineswegs tot. Die in der Beteiligung an einer Absprache – sei es durch die Abgabe abgesprochener Angebote oder die abgesprochene Nicht-Abgabe – liegenden Verstöße gegen das Deutsche Kartellrecht (GWB) und das Europäische Kartellrecht (Art. 101 AEUV) gilt es weiterhin zu vermeiden – von den Auftraggebern und von den Organen der Unternehmen der Auftragnehmerseite. Häufig geht dies mit Korruption einher, ob bekannt oder nicht, wären viele Absprachen ohne Beteiligung von Mitarbeitern des Auftraggebers nicht möglich. Dies erfordert wirksame Compliance-Systeme. Wo die Vermeidung von Kartellverstößen nicht gelungen ist, stellen sich vielfältige Rechtsfragen bei der Ermittlung und Sanktionierung durch die Kartellbehörden und zivilrechtlich bei der Durchsetzung oder Abwehr von Schadensersatzansprüchen. Die Geldbuße des Täters beträgt bis zu 1 Million €, des Unternehmens dagegen bis zu 10 % des weltweiten Jahresumsatzes, das lohnt wahrlich eine Durchleuchtung von Pflichten- und Haftungszurechnung zum Unternehmensleiter und Unternehmen selbst.

Aber auch die Fusionskontrolle, freigestellte Kooperationen und Verhalten marktmächtiger Unternehmen weisen viele bauspezifische Besonderheiten auf.

Das sind Kerngebiete unseres anwaltlichen Dienstleistungsangebots.

Unsere Tätigkeitsschwerpunkte: