USA kündigen höhere Zölle auf Autos und Lkw an
Am 1. Mai 2026 kündigte US-Präsident Trump auf seiner Plattform Truth Social an, die Einfuhrzölle auf Autos und Lastkraftwagen aus der Europäischen Union von 15 auf 25 Prozent anzuheben. Die Maßnahme soll noch in dieser Woche in Kraft treten.
Im Sommer 2025 hatten sich die EU und die USA auf ein Handelsabkommen verständigt. Dieses Abkommen sieht eine Zollobergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA vor, darunter auch Autos und Autoteile. Im Gegenzug verpflichtete sich die EU, Zölle auf US-Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für US-Agrarprodukte zu erleichtern.
Als Begründung für die nun angekündigte Erhöhung verwies Präsident Trump darauf, dass die EU sich nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte. Konkretere Angaben machte er hierzu jedoch nicht.
Zugleich stellte Trump klar, dass Fahrzeuge, die in den USA produziert werden, nicht von den Erhöhungen betroffen seien. Trump scheint so Autobauer dazu bewegen zu wollen, verstärkt auf eine Produktion in den USA zu setzen.
Die Europäische Kommission erklärte, die EU halte an dem vereinbarten Handelsrahmen fest und strebe weiterhin eine planbare transatlantische Handelsbeziehung an. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass man sich weitere Schritte vorbehalte, sollten die USA Maßnahmen ergreifen, die mit dem gemeinsamen Abkommen nicht im Einklang stünden.
Aus der Automobilindustrie wurde vor zusätzlichen Belastungen für den transatlantischen Handel gewarnt. Branchenvertreter forderten eine zügige politische Klärung und betonten, dass das zwischen der EU und den USA geschlossene Handelsabkommen von beiden Seiten eingehalten werden müsse.
Die Ankündigung der US‑Regierung führt zu neuen Unsicherheiten im transatlantischen Fahrzeughandel. Ob und in welcher Form die geplante Zollerhöhung umgesetzt wird, bleibt offen. Sollte sie in Kraft treten, ist mit zusätzlichen Belastungen für Unternehmen zu rechnen, die aufgrund ihrer starken Ausrichtung auf den US‑Markt insbesondere die deutsche Automobilindustrie treffen dürften.

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