Ausbau von Infrastruktur – Experten diskutieren bei GvW Graf von Westphalen Bedeutung von Verkehrsprognosen
Verkehrsprognosen sind für die Begründung von Infrastrukturvorhaben von zentraler Bedeutung. Gleichwohl können sie politische und unternehmerische Wertungen nicht ersetzen. Dieses Fazit zogen die rund 45 Infrastrukturexperten, die – auf Einladung der Kanzlei GvW Graf von Westphalen – am vergangenen Freitag in München im Rahmen eines Workshop über die methodischen Anforderungen an Verkehrsprognosen diskutierten.
Nach Begrüßung durch GvW-Partner Prof. Dr. Ulrich Hösch referierte zunächst Dr. Markus Schubert zur Bedeutung von Methode und Eingangsdaten für die Zielsetzung von Verkehrsflughäfen. Als Geschäftsführer der Intraplan GmbH, die bereits seit den 80ziger Jahren Prognosen im Verkehrsbereich erstellt, konnte er in seinem Vortrag auf zahlreiche Best-Practice-Beispiele bei der Erstellung von Prognosen eingehen.
Anschließend widmete sich Dr. Josef Schwendner der Thematik in seiner Eigenschaft als Generalbevollmächtigter der Flughafen München GmbH. Herr Dr. Schwendner schilderte, welche Anforderungen ein Nachfrager nach Prognosen an eine Prognose stellt. Dabei ging er insbesondere auf die Wichtigkeit von Prognosen für unternehmerische Entscheidungen ein und zeigte auf, welche Möglichkeiten für eine spätere Prognosen-Korrektur bestehen.
Unter den Gästen befanden sich Entscheidungsträger von Verkehrsflughäfen und Luftverkehrsbehörden, von Straßenbau- und Planfeststellungsbehörden sowie Fachgutachter aus dem Bereich Verkehrsprognose. Verkehrsprognosen haben den Zweck, die Infrastruktureinrichtungen bedarfsgerecht zu dimensionieren und die Auswirkungen auf öffentliche und private Belange wie z.B. Naturschutz, Lärmschutz oder Luftreinhaltung zu ermitteln; sie können aber politische oder unternehmerische Wertungen nicht ersetzen, sondern nur ihre Grundlage bilden.
In der abschließenden Diskussion ging es u.a. um die die Fragen der „Sicherheit/Belastbarkeit“ der Prognosen und die Möglichkeit, diese abzusichern. Im Kontext, dass Prognosen erhebliches Streitpotential mit sich bringen, sprachen sich die Teilnehmer für eine „Checkliste“ für die Qualitätsanforderung der Methodik zur Erstellung von Verkehrsprognosen aus. Der Dialog mit den Infrastrukturexperten soll weiter fortgesetzt werden.
Aktuelles

GvW Graf von Westphalen hat den Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz bei der Vergabe eines Großauftrags für das Offshore-Netzanbindungsprojekt North Sea Connector 2 beraten. Das Projekt umfasst die Planung, Errichtung, Installation und Inbetriebnahme eines Konvertersystems bestehend aus einer Offshore-Konverter-Plattform in der Nordsee sowie einer landseitigen Konverterstation in Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Projekt North Sea Connector 2 sollen künftig Offshore-Windparks in der Nordsee mit dem deutschen Stromnetz verbunden werden.

GvW Graf von Westphalen hat Primepulse und Vsquared Ventures bei der Series-C-Finanzierungsrunde der NEURA Robotics GmbH beraten. Die Transaktion zählt zu den bislang größten Venture-Finanzierungsrunden im europäischen Startup-Ökosystem.

GvW hat Ethereal Space, Inc., ein innovatives kommerzielles Raumfahrtunternehmen, im Weltraum- und Satellitenrecht sowie bei der Gründung der Ethereal Space GmbH beraten.

Mit der Beauftragung von Hitachi Energy zur Herstellung von vier Konvertersationen im HGÜ-Projekt „Korridor B“ durch Amprion wird Windenergie von der Nordseeküste in Schleswig-Holstein und Niedersachsen ins Ruhrgebiet transportiert und rund vier Millionen Menschen mit Strom versorgt.
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