Forschungsprojekt „PORTAL GREEN II“
Am 28. und am 29. Februar fand in dem Tagungscenter des DVGW e.V. in Bonn unter Beteiligung von GvW der erste Partizipations-Workshop zu dem Projekt Portal Green II statt. Hierbei trafen sich ca. 50 Experten aus allen Teilen der Gasbranche, um sich an der Beantwortung wichtiger Umsetzungsfragen der Wasserstoff-Infrastruktur zu beteiligen. Zu den Referentinnen zählten unter anderem Corinna Lindau und Saskia Soravia, die von ihren Erfahrungen mit der Genehmigung von Wasserstoff-Netzinfrastrukturen berichteten.
Ziel des Projektes Portal Green II, eines BMWK-geförderten Forschungsprojekts, ist die Entwicklung von Leitfäden für den Bau, den Betrieb und die Genehmigung von Wasserstoff-Netzinfrastrukturen. An dem Workshop in Bonn nahmen Vertreter von Gasnetzbetreibern, Behörden, Forschungseinrichtungen und Verbänden teil, die ihre Erfahrungen im Rahmen eines Fragenparcours und in einem „World-Café“ teilten. Neben dem Vortrag von Corinna Lindau und Saskia Soravia gab es Vorträge zu den Praxiserfahrungen von der Thüga, Open Grid Europe, der Westnetz und Enpros consulting.
Der erste Tag des Workshops war der Erarbeitung eines genehmigungsrechtlichen Leitfadens gewidmet, während sich der zweite Tag mit den technischen Fragestellungen beschäftigte. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Entwicklung der Leitfäden auf hohes Interesse trifft und eine weitere Beteiligung von Seiten der Stakeholder gewünscht ist.

Eine erste Auswertung der Ergebnisse hat gezeigt, dass die Leitfäden sich nicht nur mit technischen und genehmigungsrechtlichen Themen, sondern auch im Detail mit organisatorischen Fragestellungen auseinandersetzen sollten. Hierbei geht es unter anderem um die Thematik der Datenqualität bzw. -quantität und die frühzeitige und kontinuierliche Kommunikation unter allen Stakeholdern. Zudem wurden viele weitere Anmerkungen zu den bereits vorhandenen Ergebnissen des Projektes aufgenommen und gesammelt, welche in den kommenden Wochen in die Leitfäden eingearbeitet werden sollen.
Die Fertigstellung der beiden Leitfäden ist für Anfang 2026 geplant. Der Austausch zwischen den beteiligten Stakeholdern wird mit weiteren Partizipationsworkshops in dieser Form weitergeführt.
Corinna Lindau und Saskia Soravia